Nach einer erholsamen Nacht haben wir noch mal die Vorzüge des Campingplatzes ausgenutzt, um dann frisch geduscht und mit sämtlicher gewaschener Kleidung gegen Mittag zum Fährenterminal aufzubrechen. Bereit zum Check-In legte Maurice die Dokumente auf den Tisch des Schalters. Die nette Frau war allerdings sehr verunsichert und fragte, für welche Fähre wir denn einchecken wollten. Nach mehreren Wiederholungen von Maurice Seite ("Ferry to Turku at 13:25") und von Seiten der Angestellten ("it's already gone, maybe your reservation is with the other company") mussten wir feststellen, dass in Finnland und auch bereits auf Åland eine Stunde Zeitverschiebung nach hinten gilt. Es war uns die gesamten eineinhalb Tage auf der Insel nicht aufgefallen. Stark verärgert über unsere Blödheit und die verlorenen Tickets, konnten wir uns bei der anderen Fährgesellschaft noch Fahrkarten für die letzte Fahrt nach Turku an diesem Tag kaufen - für fast den 1,5-fachen Preis und eine absolut lächerliche Service-Pauschale.

Die Fahrt auf der 11-stöckigen Fähre war nicht ganz so bequem wie von Stavanger nach Bergen, wir konnten allerdings etwas schlafen, essen und uns im Tax-free-store mal wieder Stangensalami (Skandinavienvariante) und seit langem mal wieder ein Bier ergattern. Außerdem zogen wir an tausenden großen und kleinen Inseln vorbei bis zum Festland.

Die Fahrt auf der 11-stöckigen Fähre war nicht ganz so bequem wie von Stavanger nach Bergen, wir konnten allerdings etwas schlafen, essen und uns im Tax-free-store mal wieder Stangensalami (Skandinavienvariante) und seit langem mal wieder ein Bier ergattern. Außerdem zogen wir an tausenden großen und kleinen Inseln vorbei bis zum Festland.
Gegen Abend erreichten wir Turku und liefen erstmal vom Fährhafen in das Zentrum. Unsere erste Anlaufstelle war wieder der Hauptbahnhof. Wir hofften auf die finnische Variante unsere schwedischen und norwegischen Kioskketten Pressbyrån und Narvesen, um uns erstmal eine Stärkung und etwas Koffein zu relativ niedrigen Preisen zu gönnen. Das Bild, das sich uns bot, hätten wir viel mehr einem Bahnhof einer Kleinstadt in Osteuropa zugeordnet: kleine Halle, alles alt, altmodisch und abgenutzt, eine komplett unverständliche Sprache und in der Mitte ein Haufen wartender Passagiere. Auch die Kioskkette bot nicht die gewohnten Angebote und so wurde letztlich ein Cappuccino und ein altes Hörnchen durch zwei geteilt. Noch kurz im (vorhandenen!) Internet informiert und schon wurde der Bahnhof bereits um 21:30 Uhr geschlossen und wir zogen weiter.
Das Gute am Reisen in Skandinavien im Sommer ist, dass die Tage einfach unglaublich lange sind und Schlafplatzsuche sowie Stadtbesichtigungen bis spät in die Nacht möglich sind. So fiel auf den besonderen Dom von Turku um 22:30 Uhr noch Abendsonne und wir konnten die erste finnische Universität betrachten. Die Stadt hat einen lebhafte Ader entlang des Flusses Aurajoki, an dem sich auf den Grünflächen Leute lange tummelten und auf dem zahlreiche Schiffe und Boote als Bars fungierten. Sonst hat uns die ehemalige Hauptstadt Finnlands etwas enttäuscht. Da wir aber eh etwas außerhalb der Stadt mussten, um vor Einbruch der Dämmerung einen Schlafplatz zu finden, viel uns der Abschied nicht sehr schwer.
Das Gute am Reisen in Skandinavien im Sommer ist, dass die Tage einfach unglaublich lange sind und Schlafplatzsuche sowie Stadtbesichtigungen bis spät in die Nacht möglich sind. So fiel auf den besonderen Dom von Turku um 22:30 Uhr noch Abendsonne und wir konnten die erste finnische Universität betrachten. Die Stadt hat einen lebhafte Ader entlang des Flusses Aurajoki, an dem sich auf den Grünflächen Leute lange tummelten und auf dem zahlreiche Schiffe und Boote als Bars fungierten. Sonst hat uns die ehemalige Hauptstadt Finnlands etwas enttäuscht. Da wir aber eh etwas außerhalb der Stadt mussten, um vor Einbruch der Dämmerung einen Schlafplatz zu finden, viel uns der Abschied nicht sehr schwer.
Das Finden beinhaltete einen längeren Fußmarsch und das Beurteilen mehrere Plätze an einem vollkommen unbekannten Ort für uns. Letztendlich entschieden wir uns, nahe einer Ausgrabung einer Art alten Kirchenburg auf einem Hügel über dem Fluss zu zelten. Die die komplette Nacht lang auf dem nahegelegenen Weg vorbeiziehenden zum teil torkelnden zum teil radfahrenden Gestalten beunruhigten uns aber trotz unserer versteckten Lage und bescherten uns eine unentspannte Nacht.
Unentspannt aber unbeschadet wurden wir am nächsten Morgen von der Hitze im Zelt geweckt. Das Bild vom Zelt aus war idyllisch und wir ließen uns Zeit beim Zusammenpacken und genossen die Sonne.
Dann ging es direkt zur großen Straße, die nach Tampere führt. Nach kurzer Zeit stoppte unser erstes finnisches Anhalterauto. Soile (sprich "Säule" mit Extra-Betonung auf dem "i") musste zwar erst ein paar Boxen und Kram von der Rückbank zu Hund Ricky in den Kofferraum räumen, nahm uns dann aber mit Richtung Norden. Nach vielen Geschichten über ihre Hund-Hobbies und einem Gassi-geh-Stopp bei einem Tankstelle mit einer Art Süßigkeiten-Outlet wurden wir nahe ans Zentrum von Tampere gefahren und gingen das restliche Stück zu Fuß.
In der Nähe des Bahnhofs fanden wir einen Supermarkt mit annähernd deutschen Preisen und so füllten wir unsere Vorräte auf und kauften sogar die Zutaten für einen frischen Salat, den wir seit 2 Wochen immer mehr vermissten.
In der Nähe des Bahnhofs fanden wir einen Supermarkt mit annähernd deutschen Preisen und so füllten wir unsere Vorräte auf und kauften sogar die Zutaten für einen frischen Salat, den wir seit 2 Wochen immer mehr vermissten.
Nach einem Cappuccino (inzwischen von McDonalds - Preis/Leistung am besten in Finnland) an der Stromschnelle, die Tampere im Zentrum durchfließt, wurden wir von einem kurzen Regen überrascht und flohen schnell zur Touristeninformation. Dort wurden wir mit einem sehr coolen Stadtplan mit Einheimischentipps, einer Empfehlung zum Zelten und Fahrrädern der Stadt ausgestattet und brachten erst einmal die schweren Rucksäcke (!Einkäufe!) in Schließfächer am Bahnhof, um danach halbwegs unbeschwert (die Fahrräder hatten wieder nur einen Gang) die Stadt zu erkunden. Neben der Innenstadt, in der wir uns im Internet über die schrecklichen Ereignisse in Würzburg informierten, haben wir noch den Südhafen (Tampere bedeutet "zwei Seen", die die Stadt umgeben) und einen nahen Stadtstrand besucht und anschließend noch einen Aussichtsturm bestiegen und die herrliche Aussicht genossen.
Da es bereits Abend war, haben wir unsere Rucksäcke geholt und sind in ein nahen Wald geradelt und haben am Ufer des nördlichen Sees das Zelt aufgeschlagen und mit Salat und Bier einen traumhaften Sonnenuntergang (ca. 23:30 Uhr) angeschaut. Bei leichtem Wind und lautem Wellengetose krochen wir in unser Zelt.





Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen